Bern hat als Hauptstadt der Schweiz eine Fülle von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die Jahr für Jahr Hunderttausende von Besuchern anziehen. Im Folgenden stellen wir einige der beliebtesten Attraktionen der charmanten Metropole an der Aare vor.

Zentrum Paul Klee

Das Zentrum Paul Klee ist einer der Orte, den man bei einer Bern-Reise unbedingt besuchen sollte. Nicht nur aus architektonischer Sicht ist der Bau, für dessen Errichtung 4,2 km Stahlträger benötigt wurden, eine Augenweide. Die von Maurice Edmonde Müller finanzierte Kulturinstitution widmet sich dem Werk des deutschen Malers Paul Klee (1879 – 1940), der rund 30 Lebensjahre in Bern verbrachte. Die Sammlung umfasst etwa 4.000 Zeichnungen, Gemälde, Aquarelle und biografische Materialien.

Darüber hinaus ist das Zentrum auch ein gefragter Veranstaltungsort, der mit modernsten Räumlichkeiten ausgestattet ist. Vorhanden sind vier Seminarräume für bis zu 70 Personen, drei Ateliers für Workshops, drei Künstlerlogen sowie zwei Ensemble-Garderoben. Das Auditorium bietet 300 Menschen Platz und eignet sich sowohl für Seminare als auch für Konzerte und Produkt-Präsentationen.

Was die technische Infrastruktur anbelangt, wurden beim Bau weder Kosten noch Mühen gescheut. Das gesamte Zentrum wird von einem Kupfer- und Glasfasernetzwerk durchzogen, für Hörgeschädigte sind spezielle Induktionsschlaufen vorhanden. Lichtstarke HD-Projektoren, Simultananlagen, Grossleinwände und moderne Videomischpulte runden die eindrucksvolle Ausstattungliste ab.

Bärenpark

Der Bärenpark ist seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 ein Touristenmagnet par excellence. Im Jahr 2010 strömten bis zu 20.000 Menschen pro Tag in das Tiergehege, um die beiden Jungen der Bärin „Björk“ zu sehen. In der Anlage werden ausschließlich Braunbären gehalten. Führungen für bis zu 20 Personen werden zum Preis von CHF 216.- angeboten.

Nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz von Tierschutzorganisationen wurden die Haltungsbedingungen im Laufe der Jahre stetig verbessert. Die Trennmauer im großen Bärengraben, die ein unüberwindliches Hindernis darstellte, wurde entfernt. Zudem wurde der Betonboden durch ein Substrat ersetzt, das dem natürlichen Lebensraum der Bären nachempfunden ist.

Zytglogge

Liebhaber mittelalterlicher Architektur sollten einen Abstecher zur Zytglogge machen. Der von 1218 bis 1220 errichtete Uhrturm ist eines der Wahrzeichen der Stadt und diente vor dem großen Stadtbrand im Jahr 1405 als Gefängnis. Später wurde der Turm neu errichtet, wobei der bekannte Berner Sandstein als Baumaterial verwendet wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Zytglogge mehrfach umgebaut. Die letzten Anpassungen wurden in den Jahren 1770 bis 1771 vorgenommen. Der spätbarocke Stil prägt das Aussehen des markanten Turms bis heute.

Die berühmte Astrolabiumsuhr stammt noch aus dem frühen 15. Jahrhundert und basiert auf dem damals vorherrschenden geozentrischen Weltbild, nach dem die Erde den Mittelpunkt des Universums bildet. Die sich drehenden Teile bilden den Umlauf des Mondes, der Sonne und der Sterne ab.

Berner Münster

Das Berner Münster ist das bedeutendste und gleichzeitig das größte spätmittelalterliche Gotteshaus der Schweiz. Obgleich der Baubeginn bereits im Jahr 1421 erfolgte, wurde die im gotischen Stil gehaltene Kirche erst im 19. Jahrhundert vollendet. Wie die Zytglogge wurde auch das Münster nahezu vollständig aus Berner Sandstein erbaut. Die Höhe des Turms liegt offiziellen Angaben zufolge bei 100,6 Metern.

In der ganzen Welt bekannt sind die 234 Sandsteinfiguren des Portals, die das Jüngste Gericht darstellen. Aufgrund der stark zunehmenden Luftverschmutzung im vergangenen Jahrhundert wurden 47 lebensgroße Figuren entfernt und durch Kopien ersetzt. Die Originalfiguren wurden inzwischen restauriert und können im Historischen Museum Bern besichtigt werden.