Die Schweiz ist zum siebten Mal in Folge zum wettbewerbsfähigsten Land der Welt gewählt worden. Zu diesem Urteil kamen die Verantwortlichen des World Economic Forums (WEF) in ihrem jährlichen Report, der Ende September veröffentlicht wurde.

In welchen Kategorien punktet die Schweiz?

Und dieses Urteil lässt sich nur schwer anfechten, wenn man sich die Top-Noten IT-Racks in den verschiedenen Unterkategorien anschaut:

So rankt die Schweiz auf Platz Nummer eins in der Welt in den Kategorien Arbeitsmarkteffizienz und Innovation und ist unter den Top-10-Spots in den Kategorien gesamtwirtschaftliches Umfeld, Infrastruktur, Hochschulbildung, technologische Bereitschaft und so weiter zu finden. Die Liste ist beinahe endlos und sehr beeindruckend.

Wettbewerbsfähig, aber wie lange noch?

Allerdings hat die die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in den letzten beiden Jahren eher angenommen. So stimmen die Schweizer im Jahr 2014 in einem Referendum für die Wiedereinführung von Quoten für Ausländer, die ins Land kommen.

In der Schweiz sitzen einige der größten Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung). So rangiert zum Beispiel der Schweizer Pharmariese Novartis mit einer Marktkapitalisierung von 267 Mrd. US-Dollar in der Welt auf Platz 10 (es ist das derzeit größte Pharmaunternehmen der Welt), gefolgt von Unterhaltungsriese Nestle mit 243 Mrd. $ an der 14. Stelle und Roche mit 237 Milliarden $ Marktwert auf Platz 16.

Dies sind Unternehmen, die sich trotz des starken Franken für die Schweiz entschieden haben. Die Ursachen sind nachvollziehbar: So verfügt die Schweiz über einen First-Class-Talent-Pool, die Steuern sind sehr niedrig und die Forschungs- und Entwicklungsumgebung ist erstklassig.

Warum die Schweiz Europa braucht

Allerdings basiert die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz auf dem einfachen Zugang zu Arbeitskräften. Und die Schweiz mit ihren acht Millionen Einwohnern ist zu klein, um die Tausenden von Arbeitsplätzen zu füllen.

Es macht für die Schweiz also wenig Sinn, sich vor Europa zu verschließen. Stattdessen sollte das Land die Möglichkeiten, die sich in diesem Zusammenhang ergeben nutzen. Die Schweiz braucht Europa als Handelspartner, sie braucht den europäischen Talent-Pool und auch weiterhin einen Zugang zum Kapital, um das Wachstum der Unternehmen zu finanzieren.

Denn wäre es beispielsweise dem Deutschen Henri Nestlé nicht möglich gewesen, in die Schweiz auszusiedeln, würde es wohl heute den weltweit bekannten Giganten Nestlé nicht geben.

Welche Länder sind auch wettbewerbsfähig?

Auf Platz zwei der wettbewerbsfähigsten Länder befindet sich Singapur, auf Platz drei die USA, auf Platz vier Deutschland, auf Platz fünf die Niederlande, auf Platz sechs Japan, auf Platz 7 Hongkong, auf Platz acht Finnland, auf Platz 9 Schweden und auf Platz 10 Großbritannien.